Zu. lassen.

Gefühle annehmen und anerkennen, damit sie nicht kaputt machen, damit sie glücklich machen. Sich hingeben, ausleben.
Zulassen.
Zu.

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Schwer

Schwer. Die Gedanken liegen. Quer auf deiner Brust. Die Atmung langsam werden lassen, mit dem Wissen bald den Verstand zu verlieren.
Schwer. Das Herz schlägt. Schnell und dennoch langsam, hart. Wissend, dass Du abhängig bist, um zu. Leben.
Schwer. Das Leben wiegt. Dir zeigt, was ist. Was sein könnte. Was sein sollte.
Schwer.

Vertrauen ist gut, Zweifel ist immer.

Man lernt neue Menschen kennen, findet sie sympathisch und möchte mehr über sie erfahren. Auch von sich selbst möchte man mehr zeigen. Die Gespräche werden länger und mehr Informationen wechseln die Besitzer. Es ist schön. Und doch, ab und an, da klopft dem langsam wachsenden Vertrauen leise der Zweifel auf die Schulter.
Im Laufe der Erfahrungen hat das Vertrauen viel einstecken müssen. Lügen, die einen bloßgestellt haben. Lügen, die einen im Innersten so sehr zerrissen haben. Lügen.
Manchmal reicht ein Wort, eine Geste, ein Satz und die Zweifel, ob das alles nicht schon wieder eine große Lüge ist, meldet sich sofort. Wird man nur benutzt? Ist man einer von vielen?
Und dann meldet sich leise das Vertrauen und stellt die Gegenfragen. Warum sollte man dich anlügen? Warum glaubst Du nicht, dass es jemand ehrlich mit dir meint?
Und nüchtern sagt die Erfahrung: weil.

Aber Du bist am Leben

Ein Mensch, den man mag, den man kennt, den man schon einmal gesehen hat stirbt. Das trifft einen. Je nachdem wie sehr man mit diesem Menschen verbunden war.
„Aber Du bist am Leben…“
Soll ich mich dadurch besser fühlen? Dass jemand anderes als ich gestorben ist? Dass ich hier sitze und oft genug sehr gern tot wäre und jemand, der gern gelebt hat nun gehen musste?
„Aber Du bist am Leben…“
Dieser Satz ist wie ein verbaler Hieb in die Magengrube. Er lässt Traurigkeit nicht allein, sondern bringt auch noch Wut mit.
„Aber Du bist am Leben…“
Bin ich das?

Langsam

Es wird besser.
Langsam.
Ich bin nicht mehr voller Hass und Wut. Ich bin immer noch nicht fröhlich, freue mich auch nicht für Euch. Das tut mir leid.
Aber es wird besser.
Langsam.

Es hört auf weh zu tun.
Langsam.
Der Schmerz ist immer noch täglich zu spüren, das Stechen im Herzen, wenn ich eine Erinnerung habe oder deinen Namen lese. Die Wunde ist nicht frisch, aber noch offen und infektiös.
Aber es hört auf weh zu tun.
Langsam.

Ich möchte mein Leben verändern.
Langsam.
Ob ich jemals wieder so lieben kann? Vermutlich nicht. Mit dieser Zeit brach mein Vertrauen in zu kleine Teile, die ich noch nicht alle wiedergefunden habe. Und dennoch möchte ich es anders haben als es ist. Weil es so nicht geht, auch wenn es bequemer wäre und es vertraut ist.
Aber ich möchte mein Leben verändern.
Langsam.