Ich packe meinen Koffer…

und fahre weit hinaus.
An den Rand des Wahnsinns.
Und ein wenig weiter.
Jeden Tag komme ich an die Grenzen.
Die ich nicht überquere.
Nur sachte streife.
Gerade nah genug.

Der Weg zurück.
Macht das Tragen schwerer.
Ich packe aus.
Und doppelt so viel ein.
Die Last wird schwerer.

Eines Tages dann.
Lasse ich den Koffer stehen.
Und fahre ohne weiter.
Nur ich.
Nur dich.
Habe ich dann gefunden.
Und wir fahren weiter.

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Was wir machen sollten

…mehr an uns selbst denken.
Wir sind ständig auf der Suche. Nach uns selbst, der großen Liebe, der größeren Wohnung.
Immer auf der Suche nach Dingen, die uns vervollständigen sollen. Ist Ich allein nicht genug?
Wir sind auf Wache, in Bereitschaft zuzugreifen.
Warum nicht einfach warten?
Ich habe zu lange die Wache übernommen und möchte jetzt gern abgelöst werden. Einfach sitzen bleiben und es auf mich zukommen lassen. Ohne Druck, ohne Kontrolle.
Keine Das wird schon alles Sprüche, sondern einfach Neutralität. Zu viel Optimismus schlägt leicht in Enttäuschung um. Zu viel Pessimismus bestärkt dich im negativen Denken.
Neutralität hält uns in der Balance.
Und die Hoffnung hält die Verbindung zum Wachposten.

Regen

Tropfen fallen, noch leise klopfend, dann bestimmter, auf meine Stirn. Den Kopf nach hinten, dem Feuchten entgegen. Es ist ein viel intensiveres Gefühl, in dieser Position. Woanders, raus aus dem Erstelltem. Um mich herum die Menschen, eilend, schubsend, drängelnd – unruhig. Ich stehe still in dem Ganzen.
Allein. Wartend.
Die Zeit eilt weiter und mit ihr das Erlebte. Die Träume bleiben, wo sie sind. Ebenso die Gedanken, die sich weiter an dem festhalten, was sie glauben möchten.
Allein. Wartend.
Der Regen wird stärker, ich bleibe stehen. Den Kopf weiter nach hinten. Es tut weh und gut. Keinen Schritt nach vorn, keinen zurück. Starr. Wie ein kantiger Stein, den niemand mit dem Fuß kicken will. Ich bleibe hier stehen.
Allein. Wartend.